Archiv des Autors: Réka Kincses

Manche sterben, manche sind Fisch (Der Dichter 5)

„Komm rein“, sage ich, und es ist so, als wäre gerade ein Ufo gelandet, ausgerechnet hier, in dieser trostlosen Plattenbaugegend mitten in der rumänischen Provinz, kurz nach der Wende. Wenn ich ein Ufo wäre, dann würde ich auch hier landen, denke ich, … Weiterlesen

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Wirklichkeit

Ich sitze in einem Kreuzberger Schawarmaladen und trinke Pfefferminztee. Meine Freundin isst genüsslich Fleisch mit Soße und Fladenbrot, ich schaue ihr dabei zu. Mein Magen fühlt sich an wie eine kleine harte Nuss, in der Brust ein Stechen, das nicht … Weiterlesen

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Endlich Premiere oder warum bin ich kein Genie?

Ich habe einen Film gemacht. Der sollte in Cannes laufen. Oder auf der Berlinale. Das tat er nicht. Er lief einfach Nirgendwo. Eine ganze Weile. Ich trauerte, ich ärgerte mich, ich fand es ungerecht, ich kämpfte mit mir, ich gab … Weiterlesen

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Die Kultur der Angst oder ein ganz normaler Tag in einem staatlichen Krankenhaus

“Guten Morgen, was hätten sie gerne auf ihren Brot?” Eine kleine, runzelige Frau im lila Kittel steht vor mir und schaut mich mit unruhigem Blick an. Es ist früh morgens, meine Haare stehen in alle Richtungen, ich habe es schon … Weiterlesen

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Karády Katalin (Der Dichter 4)

Ich stehe vor einer Telefonzelle, es ist kalt und es regnet. Meine Freundin Kinga hält den Hörer in der Hand. Sie ist einen Kopf größer als ich, ihren Locken ragen in alle Richtungen, ihre riesige Nase thront wie eine Furcht … Weiterlesen

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