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	<title>hausdrachen . házisárkány &#187; risiko</title>
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	<description>Hysterische Frauen an die Macht! . Hatalmat a hisztérikus nőknek!</description>
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		<title>Kaffee</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 10:52:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Réka Kincses</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mein Mann holt seinen Laptop. Das ist nichts ungewöhnliches, schließlich ist er schon seit zwei Minuten wach, bloß keine Zeit verschwenden mit analogem durchs Fenster gucken – denke ich und trinke einen großen Schluck aus meinem Milchkaffee. Es schmeckt köstlich, &#8230; <a href="http://www.hausdrachen.net/2012/02/03/kaffee/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Mann holt seinen Laptop. Das ist nichts ungewöhnliches, schließlich ist er schon seit zwei Minuten wach, bloß keine Zeit verschwenden mit analogem durchs Fenster gucken – denke ich und trinke einen großen Schluck aus meinem Milchkaffee. Es schmeckt köstlich, die Milch ist perfekt geschäumt und sieht herrlich aus in dem dicken Ikea-Milchglas. Ein schöner gemütlicher Sonntag morgen. Das Computergeklicke kann mich da auch nicht stören.</p>
<p>„Ich schau mal nach, ob Kaffee für das Embryo schädlich ist“ – sagt er auf einmal. Ich horche auf.</p>
<p>„Hää?&#8230;Ich habe dir doch schon gesagt, dass es nicht schädlich ist“.</p>
<p>„Das kommt mir komisch vor, das ausgerechnet Kaffee nicht schädlich sein soll“ – sagt er und starrt auf den Monitor.</p>
<p>„Hier“- er zeigt siegesbewusst auf eine Textstelle- „Kaffee macht das Embryo nervös!“</p>
<p>„Nervös machst mich du“ – sage ich &#8211; „Und das macht das Embryo wiederum noch viel nervöser als dieser Pupskaffee.“</p>
<p>Er zieht eine ernste Miene, wie jemand, dem es um  Prinzipien geht.</p>
<p>„Wenn man beim Stillen keinen Kaffee trinken darf, warum dann&#8230;“</p>
<p>„Kümmere du dich um deine Sachen ok? Und vertraue mir, dass ich weiß, was eine Schwangere darf oder nicht darf&#8230; Ich habe mich erkundigt“, sage ich, trinke noch einen Schluck und irgendwie kommt mir der Kaffee jetzt fad vor.</p>
<p>„Ich traue aber Lotte nicht“ – erwidert er trotzig.</p>
<p>„Du sollst nicht Lotte trauen, du sollst MIR trauen.“</p>
<p>Stille. Klimpern an der Tastatur.</p>
<p>„Lotte ist eine verkorkste Schulmedizinerin, und mich wundert es dass du, die du sonst immer nur mit Homöopathen unterwegs bist, jetzt keinen anderen fragst, deine ganzen Heilpraktikerfreunde oder so&#8230;du hast nämlich Angst, dass sie was anderes sagen!“</p>
<p>„Ich habe sie gefragt, wenn du es wissen willst! Ich habe Helene gefragt und Sabine und den Doktor Reuter auch!“<br />
„Den hast du nicht gefragt.“</p>
<p>„Doch!“</p>
<p>„Warum sagst du es mir dann nicht, dass du auch andere gefragt hast?“</p>
<p>„Ich bin Dir keine Erklärungen schuldig!“ – zische ich und entschließe, nix weiter zu sagen, sondern beleidigt zu sein.</p>
<p>Der Kaffee ist mittlerweile kalt geworden, fast schon leer, und ich bekomme Lust, mir noch zwei zu machen, und zwar sofort.</p>
<p>„Meiner Meinung nach fragst du nur nicht, weil dir dein Spaß wichtiger ist, als die Gesundheit des&#8230;.“</p>
<p>Ich spüre die dunkelgelbe rumänische Galle durch meine Blutadern hochsteigen, direkt in den Kopf hinein. Meine Nase verdoppelt sich, die Nasenflügel werden weit, wie von einem Nilpferd, ich atme laut.</p>
<p>„Hier!“– sagt er siegreich &#8211; „Koffein geht durch die Plazenta durch! Hier steht es!“</p>
<p>Ich springe aus dem Bett und balle meine Fäuste. Mein Mann schaut mich erschrocken an.</p>
<p>„Es geht ja auch um MEIN Kind, und ich muss auch meine Meinung sagen dürfen und&#8230; finde es unverantwortlich, wenn du nur  wegen deinem Genuss&#8230;“</p>
<p>„Und ich finde, dass du ein kleinliches Arschloch bist, wenn du mir nicht mal einen Milchkaffe am Morgen gönnst, nachdem ich anderthalb Jahre lang auf alles verzichten muss, und das tue ich auch, nicht ein einziges Glas Wein habe ich getrunken oder sowas, und das sind insgesamt drei verfickte Jahre aus meinem Leben, und du liest im Wikipedia nach ob ich morgens einen Milchkaffee trinken darf????“</p>
<p>„&#8230;..Ja, ich lese nach, weil ich es wichtig finde, dass es dem Kind&#8230;“</p>
<p>„DAS SCHEISSKIND!!! UND ICH ??? UND ICH??? Verdammte Scheiße? Bin ich eine Kuh oder was?</p>
<p>„Reg dich nicht so auf, du kannst überhaupt keine Kritik hören und&#8230;“</p>
<p>Ich stampfe auf den Boden, ich könnte siebzehn Bomben legen, damit mein Mann in kleinen Stücken an der Decke klebt und das bei vollem Bewusstsein, es ist einer dieser Momente, wo ich aufhöre zu reden und anfange Gegenstände an Köpfe zu schmeißen, doch unser kleiner Sohn erscheint in der Tür. Ich halte kurz inne, drehe mich um, renne in die Küche mit meinem Kaffeeglas in der Hand und schreie:   „Ich will meinen Scheiß Kaffee einfach nur in Ruhe austrinken! Ist das zu viel verlangt??</p>
<p>„Man darf nicht Scheißkaffee sagen“ &#8211;  ruft mir mein Sohn hinterher. – „Kaffee ist lecker.“</p>
<p>„Ja, stimmt“ – denke ich, stelle zwei Tassen unter die Espressomaschine und drücke auf den Knopf.</p>
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